Geschichte

Am 22.06.1950 wurde die Deutsch-Französische Gesellschaft Detmold unter der Nr. 188 beim Amtsgericht Detmold in das Vereinsregister eingetragen. Sie war die erste Deutsch-Französische Gesellschaft in der damaligen britischen Besatzungszone

Der Gründungsvorstand setzte sich zusammen aus
dem Vorsitzenden, Herrn Erich Rathmann,
dem stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Dr. Rudolf Haus,
dem Schatzmeister, Herrn Otto Lindau,
dem Schriftführer, Herrn Walter Liedtke und
dem weiteren Vorstandsmitglied, Frau Klär Fricke.

Anlässlich der Gründung der DFG richtete der damalige Hochkommissar, A. François Poncet, folgendes Schreiben an E. Rathmann:
„ Die Benachrichtigung von der Gründung einer deutsch-französischen Gesellschaft des Regierungsbezirkes Detmold im Land Rheinland-Westfalen hat mich sehr gefreut. Auf diese Weise wird das deutsche Publikum auf allen Gebieten mit der französischen Kultur und Zivilisation vertraut gemacht und somit werden wir einer deutsch-französischen Verständigung näherkommen. Noch mehr als durch diese Aktion der Regierungen und Politiker kann dieses Ziel durch spontane Initiativen, durch persönliche Kleinarbeit der Individuen und Kollektivitäten unserer beider Völker erreicht werden. In derselben Weise, wie Sie es getan haben, sollte Jeder etwas in seinem Wirkungskreis dazu beitragen. Ich bin gern bereit, das Protektorat über Ihre junge Gesellschaft zu übernehmen. Ich danke Ihnen für Ihr interessantes Unternehmen und wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg zu seinem Gedeihen.“

In der Satzung vom 05.Juni 1950 wurde als Vereinszweck "die Förderung einer Deutsch-Französischen Völkerverständigung auf allen Gebieten unter Ausschluss jeder parteipolitischen Betätigung" festgelegt.

Der Vorstand packte umgehend ein damals die deutsch-französischen Beziehungen noch sehr belastendes Thema an. Dazu schreibt Margarete Mehdorn:
"Im Laufe des Jahres 1950 hatte die für die DFGen zuständige Mitarbeiterin des DGAC ( Directeur général des Affaires culturelles), Mme Bauer, alle größeren deutsch-französischen Vereine besucht, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Vom 1.-7.9.1950 lud die DGAC dann Vertreter von 21 ausgewählten deutschen Vereinen zusammen mit Vertretern der DGAC, französischen Lektoren und Institutsleitern zu einer gemeinsamen Tagung nach Schluchsee ein. Es wurden dazu nur Gesellschaften eingeladen, die vertrauenswürdig erschienen, bzw. die keine politisch heiklen Themen anfassten. Über die DFG Detmold hieß es in einer kritischen Note vom 11.10.1950 an den Directeur général des Affaires culturelles: „Cette société ne nous paraissant pas donner des garanties suffisantes, nous n’avons pas jugé utile de l’inviter à Schluchsee. Nous pensons bien que les Sociétés représentées à la Rencontre ne tomberont pas, elles, dans des erreurs du type de celle, qu’illustre parfaitement la lettre jointe en annexe.“
Angefügt ist ein Schreiben des Vorstandes der DFG Detmold vom 2.10.1950, in dem diese „um eine offizielle Mitteilung der französischen Regierung über das Schicksal der etwa 800 deutschen Untersuchungsgefangenen“ in französischen Gefängnissen an die deutsche Öffentlichkeit bittet, „was unsere gesamte Arbeit wesentlich vereinfachen, erleichtern und fördern würde.“
Quelle: Margarete Mehdorn: Französische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland – Politische Konzepte und zivilgesellschaftliche Initiativen 1945-1970, S. 165 f

Da das in der Note angesprochene Treffen in Schluchsee aber schon Anfang September 1950 stattfand, kann das Schreiben des Vorstandes nicht die Ursache für die Nichteinladung der DFG Detmold gewesen sein. Vielmehr müssen hier andere Gründe ausschlaggebend gewesen sein, die möglicherweise während des Besuches der Mme Bauer eine Rolle gespielt haben.

Bedingt durch berufliche und ehrenamtliche Überlastung des Vorsitzenden stagnierte die Tätigkeit der DFG ab 1953 immer mehr, bis der Verein schließlich erlosch.
Als in der Lippischen Landeszeitung vom 12.02.1978 über die Absicht, eine neue DFG zu gründen berichtet wurde, wandten sich etliche Interessenten an Herrn Rathmann, der sich 28 Jahre nach der ersten Gründung erneut als 1. Vorsitzenden vorschlagen ließ.

Am 17.03.1978 fand die konstituierende Sitzung im Hotel "Detmolder Hof" statt. Mit der Neugründung sollte an die früheren Tätigkeiten der alten DFG angeknüpft, alten Beziehungen sollten wieder aufgenommen, neue kulturelle, wirtschaftliche und persönliche Kontakte sollten hergestellt und der Austausch der verschiedenen Personengruppen angestrebt werden. Auch der französische Botschafter in Bonn begrüßte das Vorhaben und würdigte es mit einem Schreiben mit folgenden Worten: "Wir müssen unsere Beziehungen pflegen und weiterentwickeln, wir müssen uns immer besser verstehen. Darum hat die Deutsch-Französische Gesellschaft auch weiterhin eine wichtige Aufgabe zu erfüllen, nämlich mitzuhelfen zum besseren Verstehen beider Völker."

Vorsitzender der neuen Gesellschaft wurde Herr Erich Rathmann, sein Stellvertreter Herr Bernhard Willée, Schriftführer Herr Helmut Brischke, Schatzmeisterin Frau Hildburg Grotebrune.
Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 60,00 DM pro Jahr festgelegt, die Aufnahmegebühr betrug 5,00 DM.

Die DFG Detmold richtete als erste Deutsch-Französische Gesellschaft einen Sprachzirkel ein, der die Mitgliedschaft in der Gesellschaft voraussetzte und damit zu einem Mitgliederzuwachs erheblich beitrug.

Am 06.04.1979 wurde die DFG Detmold Mitglied im Arbeitskreis der Deutsch-Französischen Gesellschaften in Deutschland und Frankreich, der sich später in Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften in Deutschland und Frankreich umbenannte.
Dank des Sprachzirkels hatte sich die Mitgliederzahl 1979 verdreifacht. Erstmals wurden in diesem Jahr Detmolder Firmen angesprochen mit dem Ziel, Sponsoren zu gewinnen, leider ohne großen Erfolg.

1980 fand die erste Studienfahrt mit dem Förderverein des Landestheaters Detmold nach Paris statt. In der Pariser Oper wurde die Aufführung von "Figaros Hochzeit" besucht. In diesem fand auch erstmals das "Weihnachtsessen" statt, das zu einer traditionellen Veranstaltung geworden ist.
Dieser Fahrt folgten bis heute zahlreiche weitere Studienfahrten nach Paris, Fontainebleau, Versailles, Giverny (Maison de Monet), Anvers sur Oise (Sterbeort van Goghs), Malmaison, St. Denis, ins Elsass, nach Lothringen sowie auf den Spuren der Hugenotten nach Berlin, Potsdam und Bad Karlshafen.

1983 hielt Frau Dr. Schloßstein einen Vortrag in französischer Sprache über „Les églises romanes de Saintonge“

Im April 1985 stand eine Fahrt ins Picasso-Museum nach Paris auf dem Programm.

Einen großen Erfolg konnte die DFG 1985 verbuchen, als es gelang, an der Bach-Grundschule die Möglichkeit zu eröffnen, in der 3. und 4. Klasse Französischunterricht zu erteilen.
Dazu schreibt die Lippische Landeszeitung am 13.11.1985 (Auszug):
"Die DFG hat auf lokaler Ebene einen bemerkenswerten Erfolg zu verzeichnen. Nach Befürwortung durch den Kultusminister konnte die Vorsitzende, Frau Elisabeth Schloßstein, nach mehrmaligen Verhandlungen erreichen, dass an der Bach-Grundschule die Schüler der 3. und 4. Klasse Französisch-Unterricht erhalten können, ein zwar ungewöhnliches Vorhaben, das allerdings seit vielen Jahren an der Weerthschule mit guten Ergebnissen praktiziert wird. Somit besteht ab sofort die Möglichkeit, Schüler dieser enorm aufnahmefähigen Altersstufe an die Sprache heranzuführen.

1986 fuhr die DFG nach einem Einführungsvortrag über die Picasso-Ausstellung nach Paris, um dort die Ausstellung zu besuchen. Eine Fahrt nach Kassel wurde durchgeführt. Bei dem in der Stadthalle Detmold durchgeführten Romanistentreffen wurde über Erfahrungen berichtet, die mit Unterrichtswerken für die französische Sprache gemacht wurden. Eine Theateraufführung stand ebenso auf dem Programm. Im Verlauf des Jahres gab es Vorträge mit den Themen
• Höhlenmalerei von Lascaux
• Jerôme I. (als Vorbereitung für die Fahrt nach Kassel)
• Parallelen und Unterschiede von Sekt und Champagner
• Henri Toulouse-Lautrec
• Normandie und Bretagne – zwei ungleiche Landschaften im Norden Frankreichs
Frau Schloßstein wurde in den Bundesvorstand der Deutsch-Französischen Gesellschaften gewählt.

Im Jahr1987 wurde eine Fahrt ins Elsass unternommen, eine französischsprachige Theateraufführung „Le Misanthrope“ von Molière verzeichnete sehr guten Zuspruch.
Als sehr enttäuschend wurden jedoch die Beteiligung und das Engagement der Mitglieder der DFG anlässlich des Besuches aus Saint-Omer bezeichnet.

Bei der Jahreshauptversammlung 1988 wurde Dr. Karl-Hans Schloßstein zum 1. Vorsitzenden gewählt.
In einem Festakt im Großen Sitzungssaal des Kreishauses wurde am 17.03. das 10-jährige Bestehen der DFG nach der Neugründung in Anwesenheit des Generalkonsuls der Französischen Republik in Düsseldorf, M. Nizart, begangen. Der Mitgliederbestand war inzwischen von anfänglich 30 auf ca. 130 Mitglieder angewachsen.
Ein weiterer Höhepunkt dieses Jahres war eine Studienfahrt nach Fontainebleau, sowie die Aufführung von „Antigone“ in französischer Sprache in einem Gastspiel des Théatre Marcadet aus Paris.
Frau Weege lud zum Kochabend ein. In den Kaiserhoflichtspielen wurden mit großem Erfolg mehrere französische Filme gezeigt.

1989 musste das Amt des Vorsitzenden nach nur einem Jahr neu besetzt werden, weil Dr. Schloßstein beruflich versetzt wurde.
Zur 1. Vorsitzenden wurde Eva Schlingmann gewählt.
In diesem Jahr wurde die 20-jährige Partnerschaft der Stadt mit Saint-Omer gefeiert.
Mit der DFG Paderborn wurde eine gemeinsame Wanderung unternommen.

1990 stand wieder eine große Fahrt auf dem Programm.
Im Mai ging es nach Paris, um das neu eröffnete Musée d’Orsay zu besuchen. Ein Gang durch das Adelsviertel „Marais“ und eine Fahrt auf der Seine auf einem „Bateau Mouche“ waren Teil der Reise.
Weitere Teile des Jahresprogrammes waren die Theateraufführung „Les Chaises“, Vorführungen französischer Filme im Kaiserhof sowie ein vielbeachteter Vortrag von Peter Scholl-Latour in Bad Meinberg.

1991 war das Théatre Marcadet wieder zu Gast mit einer französischsprachigen Aufführung von „Le petit Prince“ im Landestheater.
Außerdem konnten sich Interessierte in die Geheimnisse der Herstellung von Käse einweihen lassen.

Im Februar 1992 fand ein Chansonabend mit dem elsässischen Künstler Robert Frank Jacobi statt, im Juni wurde eine Studienfahrt nach Berlin unternommen, wo man „Auf den Spuren der Franzosen im ehemaligen Preußen“ wandelte und dabei auch neben dem Gendarmenmarkt auch die Schlösser in Potsdam besichtigte. Der September führte auf die Museumsinsel Hombroich mit der Fautrier-Sammlung, die besucht wurde.

Das Jahr 1993 war geprägt von mehreren Vortragsveranstaltungen. Außerdem fand im März ein Chansonabend mit der Chansonsängerin Maren Berg statt, eine Fahrt zur Cezanne-Ausstellung in Tübingen wurde organisiert und im Oktober führte die Gruppe Liebstöckel „Musik der Spielleute – deutsche und französische Lieder und Tänze“ auf .

1994 wurde der Vorstand neu gewählt. Eva Schlingmann legt aus beruflichen Gründen ihr Amt nieder.
Neue 1. Vorsitzende wird Claire Eikenberg-Beckmann.
Weitere Vorstandsmitglieder:
• Estelle Weege (stellvertretende Vorsitzende)
• Hildburg Grotebrune (Schatzmeisterin)
• Sabine Beckmann (Schüleraustausch)
• Dr. Karl-Hans Schloßstein (Pressewart)
• Klaus Stenzel (Sonderaufgaben)
Im Januar fand ein gemeinsamer Konzertabend mit der Musikschule und der Stadt mit Werken französischer Komponisten statt. Der Anlass war das 35-jährige Bestehen der Musikschule, die 25-jährige Partnerschaft der Stadt Detmold mit Saint-Omer und 15 Jahre DFG. Im Februar gab es einen Dia-Vortrag „Der Humor in der französischen Fotografie der 20er bis 50er Jahre“, im März fand ein Chansonabend statt, und im November erfolgte ein Besuch der Ausstellung Belle Epoque im Folkwang-Museum in Essen.

Burgund war im Februar 1995 das Thema. Ein Kurzfilm informierte über diesen Teil Frankreichs. Im März fand ein Chansonabend statt und im Mai wurde mit Estelle Weege französisch gekocht.
Ein Dia-Vortrag über „Hugenotten in Deutschland und in aller Welt“ im Juni bereitete die Exkursion „Auf den Spuren der Hugenotten“ vor, die von Kassel über Mariendorf, Carlsdorf, Schöneberg nach Karlshafen führte. Dabei wurden auch die Hugenottendörfer Gottestreu und Gewissensruh vorgestellt. Der Besuch des Hugenottenmuseums und eine Stadtrundfahrt in Karlshafen machten den Einfluss der Hugenotten auf die Entwicklung der Region und der Stadt deutlich.

Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1996 stellte die Vorsitzende das Jahresprogramm vor. Als besonderen Punkt benennt sie die “ziemlich desolate Situation in den Beziehungen zur Partnerstadt Saint-Omer“ und die Notwendigkeit, mit der Stadt Detmold neue Aktivitäten zu initiieren.
Im Februar gab es einen Vortrag über Auguste Renoir, im März ein Konzert des französischen Pianisten Yves-Marie Bruel mit Werken von Chopin, Mozart und Débussy.
Im April fand wieder eine Fahrt nach Tübingen statt, wo die Renoir-Ausstellung besucht wurde.
Ralf Petersen, der in den Folgejahren noch öfter zu Gast sein wird, führte im Mai in einem in leichtem Französisch gehaltenen Vortrag auf die Spuren von Jeanne d’Arc und Richard Löwenherz.
Im Juni konnte man mit Estelle Weege Spezialitäten der Elfenbeinküste kochen.
Eine gemeinsame Wanderung mit der DFG Paderborn stärkte die Verbindung zu unseren Nachbarn. Der September sah einen Vortrag über Marokko und einen Chansonabend mit Serge Kerval vor, und im Oktober führte Evelyne Schramek anhand praktischer Proben in die Weinkultur Frankreichs ein. Im November wurde in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe und der Kulturabteilung der Stadt eine Lesung mit Brigitte Kronauer und Jean Rouaud zu dem Thema „NRW trifft Europa“ durchgeführt.

Gemeinsam mit der Deutsch-Italienischen Gesellschaft lud die DFG im Februar 1997 zu einem Vortrag über „Leonardo da Vinci – Genie und Mensch in Italien und Frankreich“ ein.
Im März hörten wir einen Vortrag zu dem Thema „Sanssouci und Versailles – Schlösser zwischen Geist und Macht“. Eva Schlingmann leitete im April einen Kochabend.
Im Mai fand wieder eine Studienfahrt nach Frankreich statt, diesmal nach Versailles mit Trianon und dem Dörfchen der Marie Antoinette. Besuch in Giverny (Maison de Monet), Anvers sur Oise (Sterbeort van Goghs), Malmaison und des Neubauviertels von Paris – „La Defense“.
Mit den DFG aus Paderborn und Bielefeld wurde im Juni eine Familienwanderung gemacht.
Ein Konzert im Oktober wurde von Mitgliedern der DFG und Kindern von Mitgliedern gestaltet.

Nach der Wahl bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1998 hatte der Vorstand folgende personelle Zusammensetzung:
• Claire Eikenberg-Beckmann (Vorsitzende)
• Estelle Weege (2. Vorsitzende)
• Christa Mueck (Schatzmeisterin)
• Sabine Beckmann, Gritli Meesters und Klaus Stenzel (Beisitzer)
• Dr. Karl-Hans Schloßstein (Pressewart)
• Eva Schlingmann (Sonderaufgaben)
„Die Jahre Heinrich Heines in Paris“ waren Thema eines Vortrages im Februar. Im März wurde in einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung mit der DIG mit dem Thema „Das Ewig-Weibliche zog sie hinan“ die Künstler, Musiker und Dichter Michelangelo, Rembrandt, Bach, Chopin und Goethe und ihre Beziehungen zum anderen Geschlecht beleuchtet. Im Mai wurden französische Karikaturen und Kommentare zur Deutschen Vereinigung vorgestellt.
Höhepunkt des Jahresprogramms war die Jubiläumsveranstaltung zum 20. Jahrestag der Wiedergründung des Vereins.

Die Jahre 1999 bis 1. Halbjahr 2005 können nicht mehr rekonstruiert werden, weil die entsprechenden Unterlagen bei einem Wasserschaden verloren gegangen sind sind.

Nach einer italienisch-französischen Liedermatinée im Juni 2005 folgten im September eine Weinprobe als „Spaziergang im französischen Weinberg“ und eine „Wanderung im Teuto…“. Im Oktober wurde der französische Film „les choristes“ gezeigt und der November führte in die Kunsthalle Bremen zur Ausstellung „Monet – das Bild der Frau“. Eine Käseverkostung und das Weihnachtsessen beschlossen das Jahresprogramm.

Die Fahrt zur Matisse-Ausstellung nach Düsseldorf eröffnete im Februar 2006das Programm. Es folgten ein Kochabend im März und ein biographischer Vortrag zum 20. Todestag von Simone de Beauvoir. Im August spielte man „une partie de Pétanque“ und fuhr zur Doisneau-Ausstellung nach Münster, der sich eine Stadtführung in Münster anschloss. Eine „Soirée Chansons“ mit Lucie Darm folgte im September, im November wurde gekocht und das Weihnachtsessen rundete das Jahr ab.

Dem Kochabend im Februar 2007 folgte im März in Zusammenarbeit mit der Stadt Detmold ein Vortrag mit dem bekannten Journalisten und Frankreichkenner Heiko Engelkes zum Thema „Wer wird neuer Präsident in Frankreich“. Im April wurde die Kunstausstellung des „Musée Picasso Antibes“ in Münster besucht und im Mai fand in Kooperation mit der Stadt Detmold eine Bürgerfahrt nach Saint Omer statt. Der September entführte in einem Vortrag in die skandalumwitterten und revolutionären Pariser „Cafés Littéraires“.
Im Oktober unternahm die DFG eine Studienreise nach Lothringen.
Die Hinreise erfolgte über Köln und Trier und wurde zur Einführung in die Geschichte Lothringens genutzt. In der Lippischen Landeszeitung erschien am 20.10.2007 nachstehender Artikel:
„Deutsch-Französische Gesellschaft Detmold in Lothringen Erlebnisreiche Tage verbrachte die Deutsch-Französische Gesellschaft Detmold mit Teilnehmern aus Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen auf einer Studienfahrt in Lothringen. Kompetente und sehr informative Stadtführungen in Metz und Nancy, Besuche von Museen und Kathedralen, Besichtigungen des größten Forts der Maginotlinie, der Ouvrage de Hackenberg und der Vauban-Festung in Bitsch ließen die reiche Kultur und die wechselhafte Geschichte dieses lange Zeit zwischen Deutschland und Frankreich umkämpften Landes lebendig werden. Spaziergänge durch das deutsche Viertel in Metz und auf den Spuren des Jugendstils in Nancy rundeten das Programm ab. Besonders beeindruckend war in Nancy der Besuch des im Lichterglanz strahlenden Place Stanislas bei Nacht. Nicht zuletzt das herrliche Wetter trug dazu bei, dass sich die Gruppe wie Gott in Frankreich fühlte.“
Ein Streifzug durch die französische Käselandschaft, ein Kochabend und das Weihnachtsessen im November beschlossen das Jahr.

Am 13. März ist der 1. Vorsitzende Klaus Stenzel mit sofortiger Wirkung aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden hat die 2.Vorsitzende, Frau Estelle Weege, seine Aufgaben wahrgenommen.

Im Januar 2008 wurde Michael Meierhenrich zum 1. Vorsitzenden gewählt.Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
• Estelle Weege (Stellvertretende Vorsitzende)
• Annelie Dross (Schatzmeisterin)
• Karin Klose (Schriftführerin)
•Monique Jostameling (Sprachkurse)
•Danièle Kirmair (Geschäftsführung)
•Peggy Pfaff (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
•Eva Schlingmann und Otto Mundanjohl (Besichtigungen, Ausflüge und Reisen)
Nach einem Kochabend Anfang März besuchte die DFG Ende des Monats die Kunstausstellung „Impressionistinnen“ in der Frankfurter Schirn mit Werken von Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès und Marie Bracquemond. Im April folgte ein Vortrag über Jacques Brel anlässlich seines 30. Todestages.
Im Mai besuchte die DFG mit Fahrrad und Eisenbahn die Hugenottenstadt Bad Karlshafen. Nachstehend die Presseinformation der DFG:
„Auf den Spuren der Hugenotten Mitglieder der Deutsch-Französischen Gesellschaft Detmold bewegten sich in Bad Karlshafen auf den Spuren hugenottischer Flüchtlinge aus Frankreich. Dazu machten sie sich mit dem Zug auf den Weg in die weiße Barockstadt an der Weser, wo nach einem interessanten Stadtrundgang der Besuch des dortigen Hugenottenmuseums auf dem Programm stand. In einer sehr fachkundigen und informativen Führung erhielten die Besucher ausführliche Informationen über die Ursachen dieses Flüchtlingsdramas vor etwa 330 Jahren. Auch die Auswirkungen der Flüchtlingsansiedlung in den Aufnahmegebieten, bei denen die Landgrafschaft Hessen einen Schwerpunkt bildete, wurden eingehend erklärt. Die Integration der Neubürger war nicht leicht, aber neue Ideen, neue handwerkliche Fertigkeiten und neue Produktionsverfahren hielten Einzug und trugen bald zu einem wachsenden Wohlstand der Hugenotten bei. Für die alteingesessene Bevölkerung waren sie aber auch Ansporn, sich den neuen Herausforderungen und der Konkurrenz zu stellen. Neue Unternehmenszweige wie Handschuhmacher, Strumpfwirker, Gold- und Silberschmiede und die Zigarrenherstellung entstanden und lebten bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts fort. Dass dies alles nicht ohne Reibereien, Neid und Missgunst ablief und noch für lange Zeit nachwirkte, blieb nicht unerwähnt.
Nach dem Mittagessen fuhr die Gruppe mit dem Rad entlang der Weser nach Höxter, von wo sie nach einer kleinen Rast mit dem Zug nach Detmold zurückfuhr.“

Im September wurde die Kunstausstellung „Über das Wasser - Gustave Caillebotte“ in Bremen besucht und es wurde gekocht. „Pur Brel“ war das Motto eines Chansonabends mit Dirk Löschner, der damit den Vortrag vom April abrundete. Ein Käseabend und der Film „Ensemble c’est tout“ folgten im November und das Weihnachtsessen im Dezember.

Im September wurde eine monatliche „Table ronde“ eingerichtet, ein lockerer Gesprächskreis in französischer Sprache über aktuelle Themen.
Der ebenfalls beabsichtigte Literaturkreis „Cercle littéraire“ konnte nicht verwirklicht werden.

Da der bisherige Vorsitzende nach nur einem Jahr Amtszeit aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist, musste bei der Jahreshauptversammlung 2009 in einer Zwischenwahl ein neuer Vorsitzender gewählt werden.
Neuer Vorsitzender wurde Otto Mundanjohl.
Im Februar konnte sich die DFG kurzfristig an einer Reise des Grabbe-Gymnasiums nach Straßburg beteiligen, wo ein Besuch des Europäischen Parlaments, eine Stadtführung und Besichtigungen des Toni-Ungerer-Museums und des Elsässischen Museums durchgeführt wurden. Außerdem fand im Februar ein Kochabend statt.
Zum 5. Todestag der Schriftstellerin Françoise Sagan hatte die DFG im März Suzanne Bohn zu einem Vortrag eingeladen. Im Mai wurde gepilgert – mit dem Film „Saint-Jacques…La Mecque“ mit deutschen Untertiteln.
Beim Europatag am 9. Mai betrieb die DFG auf dem Marktplatz einen Stand und bot zusammen mit Gästen aus Saint-Omer den Besuchern französische Spezialitäten an.
Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Detmold und Saint-Omer veranstaltete die DFG im Juni eine Grillparty auf dem Grillplatz in Holzhausen-Externsteine. Leider war die Beteiligung nur gering.
Nach dem Kochabend im September – erstmals mit dem französischen Koch Arnaud Brun – gab es mit einem Käseabend im Alten Braukeller und dem Weihnachtsessen in Liebhart’s Weindiele noch zwei kulinarische Ereignisse. Zuvor wurde aber noch die Monet-Ausstellung im von der Heydt-Museum in Wuppertal besucht, die wohl umfassendste jemals in Deutschland gezeigte Monet-Ausstellung.
Höhepunkt des Jahres war ohne Zweifel der Vortrag über die „Sicherheitsinteressen Frankreichs in einer globalisierten Welt“ im November vor mehr als 100 Zuhörern in der vollbesetzten Schlosswache. Allerdings konnte der Botschafter der Französischen Republik in Deutschland, M. Bernard de Montferrand, den Vortrag nicht selbst halten, wie er zugesagt hatte. Aber wegen eines kurzfristig anberaumten Besuches der Bundeskanzlerin in Paris musste er dort ebenfalls anwesend sein. In seiner Vertretung trug der französische Verteidigungsattaché in Berlin, Generalmajor Bruno Pinget, zu dem Thema vor.

Bei der Jahreshauptversammlung 2010 standen die turnusmäßigen Wahlen des Vorstandes an. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. Neu hinzu kam Frau Elfried Paelke. Der Vorstand setzt sich damit zusammen aus :
• Otto Mundanjohl (Vorsitzender ; Presse – und Öffentlichkeitsarbeit)
• Estelle Weege (Stellvertretende Vorsitzende; Praktikantenaustausch)
• Annelie Droß (Schatzmeisterin)
• Karin Klose (Schriftführerin)
• Eva Schlingmann (Fahrten zu Kunstausstellungen)
• Elfriede Paelke (Partnerschaft/ Kontakte zur Stadt)
• Monique Jostameling (Sprachausbildung)
• Danièle Kirmair (Geschäftsführung)
Bei dieser Jahreshauptversammlung wurden erstmals Jubilare für 25- und 30-jährige Mitgliedschaft in der DFG geehrt. Dies soll in Zukunft weitergeführt werden.
Im Februar fand ein Kochkurs mit Annelie Droß statt. Im März beschäftigte sich die DFG mit Honoré de Balzac, dessen Todestag 160 Jahre zurückliegt. Suzanne Bohn hat das Leben dieses Giganten der französischen Literatur nachgezeichnet und dargestellt, wie er innerhalb von nur 20 Jahren ein monumentales, 74 Romane umfassendes Werk: „La comédie humaine“, ein Gegenstück zu Dantes „göttlicher Komödie“, schuf. Im Mai wurde wieder ein französischer Film gezeigt, diesmal „Dialog mit meinem Gärtner“.
Höhepunkt des Jahresprogramms war im Juni in Zusammenarbeit mit dem Buchhaus am Markt die Autorenlesung mit Pascale Hugues aus ihrem Buch „Marthe und Mathilde“, in dem sie die Geschichte ihrer zwischen Frankreich und Deutschland hin und her gerissenen Familie im Elsass in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg beschreibt.

An der im August durchgeführten Bürgerfahrt der Stadt nach Saint-Omer und an den dortigen Veranstaltungen nahm die DFG nicht teil. Nachdem sich nach einer Phase der Entspannung seit Mitte 2009 das Verhältnis zur Stadt zusehends wieder verschlechtert hatte ohne dass es dafür aus Sicht der DFG sachliche Gründe gegeben hätte und obwohl die DFG der Stadt immer die ihr mögliche Unterstützung zur Pflege der Partnerschaft mit Saint-Omer gegeben hatte, erreichten die Beziehungen im Verlaufe des Jahres 2010 einen Tiefpunkt. Hatten die zuständigen Stellen der Stadt eine Unterstützung der DFG beim geplanten Vortrag des französischen Botschafters mit dem Hinweis abgelehnt, dies sei keine Partnerschaftsveranstaltung und daher für die Stadt nicht interessant, so wurde die DFG als die mit der Pflege der Partnerschaft mit Saint-Omer zuständige Organisation bei der Vorbereitung der Partnerschaftsveranstaltung in der Partnerstadt im August 2010 nicht anders einbezogen, als die übrigen Partnerschafts- oder Kulturvereine. Die bei der ersten Vorbesprechung vom Vorsitzenden geforderten 6 Plätze bei der Bürgerfahrt für die DFG wurden anderweitig vergeben. In dieser Situation hat der Vorstand entschieden, an der Fahrt nicht teilzunehmen und den Vorsitzenden beauftragt, dem Bürgermeister die Gründe dafür mitzuteilen.
Am 23.06 2010 schrieb deshalb der Vorsitzende an den Bürgermeister der Stadt Detmold:
“Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
vor mehreren Jahren hat die Deutsch-Französische Gesellschaft Detmold die Verantwortung für die Pflege der Partnerschaft mit Saint-Omer übernommen. Seither hat die DFG bei zahlreichen Veranstaltungen in Verbindung mit Saint-Omer gezeigt, dass sie sich dieser Verantwortung bewusst ist und hat mit großem Einsatz ihrer Mitglieder zum Gelingen der Vorhaben der Stadt beigetragen.
Leider ist in den zurückliegenden Monaten nach einer kurzzeitigen Entspannung ein Zustand eingetreten, der eine gedeihliche Zusammenarbeit stark behindert, wenn nicht gar unmöglich macht. So wurde die DFG bisher bei den Vorbereitungen der Veranstaltungen im August in Saint-Omer nur unzureichend beteiligt und es wurden ihr keine Plätze für die Fahrt nach Saint Omer zugestanden.
Daher sieht sich die DFG nicht in der Lage, die Stadt Detmold in Saint-Omer zu unterstützen.
Ich bitte Sie, möglichst noch vor den Ferien meiner Stellvertreterin, Frau Weege, und mir die Gelegenheit zu geben, Ihnen im persönlichen Gespräch unsere Sicht der Dinge darzulegen.

In einem kurzfristig anberaumten ausführlichen Gespräch mit dem Bürgermeister konnten der Vorsitzende und seine Stellvertreterin darlegen, wo die DFG die Probleme mit der Stadt sieht und es wurde ihnen zugesagt, alles zu tun, um für die Zukunft derartige Unstimmigkeiten zu vermeiden. Beide Seiten vereinbarten, das Gespräch als Grundlage für einen Neustart zu betrachten, gleichwohl hielt der Vorstand an der Entscheidung fest, nicht an der Veranstaltung teilzunehmen, weil die anstehenden Sommerferien für ausreichende Vorbereitungen keine Zeit mehr ließen.

Im September trug Ralf Petersen über das Land der Sch’tis vor, die Region Picardie-Nord-Pas de Calais und im Oktober folgte die Filmvorführung „Bienvenue chez les Ch’tis“. Ein Käseabend mit der Detmolder Käseglocke, ein Kochabend mit Arnaud Brun, der Besuch des Folkwang-Museums in Essen mit der Kunstausstellung „Bilder einer Metropole – Die Impressionisten in Paris“ sowie das Weihnachtsessen beschlossen im November das Programmjahr.

Die DFG ist seit Anfang 2011 online.

Das Programm begann im Februar 2011 in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Schnelle mit einer Autorenlesung mit Anna Tüne aus ihrem Buch „Von der Wiederherstellung des Glücks“ Sie erzählt die Geschichte ihrer Familie in ihrer französischen Wahlheimat und führt mitten hinein in ein weitgehend unbekanntes Kapitel der deutsch-französischen Vergangenheit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg.
Im März wurde ein Kochabend mit Annelie Droß durchgeführt, im April bestand Gelegenheit, in der Bundeskunsthalle, Bonn die Ausstellung Napoleon und Europa. Traum und Trauma zu besuchen. Leider hatten nur 6 Personen Interesse daran.
Im Mai lud die DFG zu einem Chansonabend mit Claire Danjou ein. Die Künstlerin trug Chansons von Barbara, Bourvil, Georges Brassens, Charles Trenet, Yvette Guilbert, Edith Piaf, Fréhel, Boby Lapointe, Jean Ferrat und anderen vor und begleitet sich dazu selbst auf der Gitarre.

Mit dem Film „La tête en friche“ führten wir im Juni erstmals seit vielen Jahren einen Filmabend in einem kommerziellen Kino in der „Filmwelt“ durch. Dies soll für die Zukunft so bleiben.
Für eine Fahrt zum internationalen Feuerwerkswettbewerb in Hannover bei dem sich im Juni die bekanntesten Feuerwerker Frankreichs vorstellten, konnten sich leider nur 3 Mitglieder begeistern, die trotz dem schlechten Wetter ein äußerst beeindruckendes Feuerwerk erleben konnten.

Aus Anlass des französischen Nationalfeiertages wurde am 14. Juli eine Grillparty veranstaltet, zu der auch die übrigen Partnerschafts- und Kulturvereine eingeladen waren. Trotz schlechtem Wetter waren viele gekommen um mitzufeiern.

Im September bereitete ein landeskundlicher Vortrag mit dem Thema „La Loire – Frankreichs königlicher Fluss“auf die Studienfahrt im Oktober an die Loire vor.
Ein weiterer Programmpunkt im Oktober war ein Filmabend im Kino Filmwelt mit dem Film „Die Eleganz der Madame Michel“
Nach dem Weihnachtsessen im November traf man sich im Dezember noch einmal zu einem Kochabend.

2012

Bei der Mitgliederversammlung im Januar standen die turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstandes an. Der bisherige Vorsitzende, Otto Mundanjohl, hatte schon bei der letztjährigen Mitgliederversammlung erklärt, nach Ablauf seiner Amtszeit nicht mehr zur kandidieren. Neue Vorsitzende wurde Andrea Langhans. Estelle Weege als stellvertretende Vorsitzende, Annelie Droß als Schatzmeisterin und Karin Klose als Schriftführerin wurden in ihrem Ämtern bestätigt. Nachdem durch Satzungsänderung die Anzahl der Beisitzer auf 3 begrenzt worden war, wurden Eva Schlingmann, Monique Jostameling und Elfriede zu Beisitzerinnen gewählt. Zuvor hatte Danièle Kirmair ihren Rückzug aus dem Vorstand erklärt.
Die neue Vorsitzende gab bekannt, dass sie die Geschäfte des Vereins selbst führen wolle. Damit sind Vorsitz und Geschäftsführung wieder in einer Hand vereint.


Vorsitzende der DFG Detmold
Rathmann, Erich 1950 –1953 (Auflösung)
Rathmann, Erich 1978 – 1984
Dr. Schloßstein, Elisabeth 1984 – 1988
Dr. Schloßstein, Karl 1988 – 1989
Schlingmann, Eva 1989 – 1994
Eikenberg-Beckmann, Claire 1994 – 2002
Weege, Estelle 2002 – 2004
Stenzel, Klaus 2004 – 2008
Meierhenrich, Michael 2008 – 2009
Mundanjohl, Otto 2009 – 2012
Langhans, Andrea 2012 -